Klaus Kinski

Klaus Kinski

"Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht,

weil keiner ihnen aufs Maul haut."

Klaus Kinski Sammlung

Kinski Tipps:


Nikolai Kinski - „Kinski spricht Kinski“

Mittwoch 19.09.2007- Kulturkirche Köln
Eintritt 14 Euro


Im Sommer 1952, sieben Jahre bevor er die erste und zehn Jahre bevor er die letzte seiner insgesamt 32 (!) Sprechplatten aufnehmen wird, schreibt Klaus Kinski eine Sammlung wütender Gedichte.


Sie sind gepraegt durch die tiefe Kenntnis der Verse seiner Vorbilder und Seelenverwandten Villon und Rimbaud, aber auch bereits hiesige Vorläufer der amerikanischen Beatnik-Kultur.

Doch obwohl Klaus Kinski sich auf der Buehne und auf Schallplatten durch einen beachtlichen Teil der Weltliteratur kämpft, an den Zeilen anderer so lange herumfeilt, bis sie sich in Dumdum-Geschosse verwandelt haben, sich als Literatur-Presley in Deutschland ein Millionenpublikum und die Basis seines späteren Ruhmes erarbeitet, wird er die eigene Lyrik nie vortragen, nicht einmal zur Veröffentlichung bringen.

Im Sommer 2001 erscheint der Gedichtband „Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen“ posthum und erntet ein gewaltiges Medienecho.

So rezensiert der Stern das „wirklich spannende Buch“ mit fünf Sternen, attestiert die Badische Zeitung, dass „selbst die wüstesten Blasphemien und Provokationen tadellos gereimt sind“, lobt die Sächsische Zeitung das „erstaunliche Niveau der Gedichte“, erkennt die Rhein-Zeitung in dem „irren Buch“ einen „Klassiker hoher deutschsprachiger Dichtkunst“ und kommt der Focus zu dem Schluss, dass Kinskis Verse „von gefaehrlicher Praezision“ und „die literarische Entdeckung des Jahres“ sind.


Im Herbst 2001 unternimmt der in Kalifornien englischsprachig aufgewachsene Schauspieler Nikolai Kinski eine erste ausgedehnte Reise in die Heimat seines Vaters.

Fasziniert von der deutschen Kultur übersiedelt er zwei Jahre später nach Berlin und lernt seine ersten deutschen Worte. In der Folgezeit gelingt ihm der berufliche Spagat zwischen deutschen TV- und internationalen Kino-Produktionen. Für seine Rolle als Egon Schiele in „Klimt“ erhält er 2006 den österreichischen Fernsehpreis „Romy“. Sein letzter Theater-Auftritt, in der Doppelrolle des Pentheus und seiner eigenen Mutter Agaue in Euripides´ „Bakchen“ fand vor sechs Jahren in New York statt.

Mit „KINSKI spricht KINSKI: Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen“ kehrt Nikolai Kinski auf die Bühne zurück und schließt die Rezitationslücke, die sein Vater hinterlassen hat.

Pressestimmen:


Eine Stunde, in der der Wahl-Berliner dem Publikum im voll besetzten Spiegelzelt einen kleinen Einblick in das große, wirre Universum seines exzentrischen Vaters gewährt. Mit Erfolg: Das Publikum feiert Nikolai Kinski zum Schluss begeistert. Vergleiche mit dem übergroßen Vater braucht er dabei nicht zu fürchten. Die Intensität, mit der Nikolai Kinski die Texte vorträgt, lässt erahnen, was für ein schauspielerisches Talent in ihm steckt. (AP)


Gestern lieferte Nikolai Kinski ein erstaunliches Zeugnis seiner in relativ kurzer Zeit erworbenen deutschen Sprachkenntnisse ab und trug die Gedichte seines Vaters in einem einstündigen Nonstop-Programm auswendig und ohne Versprecher mal leise, fast zärtlich oder einschmeichelnd klingend und dann wieder mit einem zornbebenden Wutausbruch vor. Dafür erhielt er anerkennenden Beifall im vollbesetzten Theaterzelt. (DPA


Nikolai Kinski nimmt dieses wild wuchernde Erbe durchaus ernst und bescheiden an, versucht keine Kopie des Vaters, transportiert die provokanten Bilder engagiert, aber nicht exaltiert, poetisch und mit sanfter Distanz. Der durchaus stürmische Applaus dafür zeugt schon von einer Fan-Gemeinde aus seiner Generation. (Nürnberger Nachrichten)


Auch wenn der Dichter Klaus Kinski natürlich meilenweit von Rimbaud entfernt ist, gelingt es Nikolai Kinski doch in beeindruckender Manier, den meist gereimten Versen seines Vaters Leben einzuhauchen. (TAZ)


In der Bar jeder Vernunft trug Schauspieler Nikolai Kinski gestern Gedichte seines Vaters vor und begeisterte das Publikum. Ein starker Auftritt! (BILD)

kinski spricht kinski


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